Besuch der Big Data World
Nils Thoma | 20. Februar 2018 | Technologie - Data Science

Am 28.11.2017 und 29.11.2017 besuchten wir die Big Data World auf der Messe in Frankfurt. Dieses Event fand erstmals neben den Messen „Cloud Expo Europe“, „Cloud Security Expo“ und „Data Centre World“ in Frankfurt statt. Verschiedenste Aussteller für Big Data Lösungen präsentierten ihre neuesten Entwicklungen und diskutierten über die aktuellen Trends. Als Beratungsgesellschaft verfolgen wir natürlich die aktuellsten Trends und möchten mit Ihnen einen Ausschnitt aus dem Besuch der Messe teilen.

Was ist Big Data?

Der Begriff „Big Data“ hatte seinen Ursprung in der Geschäftswelt in 2011 und erfreut sich seitdem mit steigender Popularität. Dass am Meisten verwendete Framework zur Beschreibung von „Big Data“ ist unter den „3 V’s“ bekannt:

  • Velocity
  • Volume
  • Variety

Zusammengefasst beschreiben diese Dimensionen, dass riesige Datenmengen (Volume) in den unterschiedlichsten Formaten (Variety) sehr schnell generiert und verarbeitet werden (Velocity). In den letzten Jahren kamen zudem die Dimensionen „Veracity“ und „Value“ hinzu. Veracity beschreibt die Verlässlichkeit von Datenquellen und die Datensicherheit. Zu guter Letzt soll natürlich aus dem ganzen Prozess ein Wert entstehen, welcher durch die Dimension „Value“ beschrieben wird.

Welche Trends wurden auf der Messe präsentiert?

Unternehmen unterschiedlichster Branchen präsentierten auf der Messer die aktuellsten Entwicklungen im Bereich „Big Data“, wobei wir im folgenden auf drei Kernthemen der Messe eingehen wollen:

  • Künstliche Intelligenz (KI bzw. AI)
  • Industrie 4.0
  • Internet of Things (IoT)

Der Kunde im Mittelpunkt

Bei jedem dieser Themen steht der Kunde meist im Mittelpunkt – denn dieser ist auch im digitalen Zeitalter der Schlüssel zum Erfolg. So wurden zum Beispiel Methoden vorgestellt, wie man mithilfe von KI und Big Data die „Customer Experience“ optimieren kann, um den Kunden automatisiert mit passenden Angeboten versorgen und möglichst individuell zu betreuen können. Hilfreich kann hier auch eine Integration mit IoT-Geräten sein, da man mit diesen die Distanz zum Kunden verkleinert und detailliertere Daten erhalten kann. So beschäftigt sich zum Beispiel ein Vortrag mit den Vorteilen, die die Integration von IoT Geräten in den stationären Handel mit sich bringen kann.

Firmeninterne Optimierung

Hand in Hand mit der Integration der Kunden in Big Data Systeme geht auch die Weiterentwicklung der firmeninternen Strukturen – nur bei einem kombinierten Ansatz kann das volle Potential von Big Data entfaltet werden. Das erklärte Ziel vieler Unternehmen ist daher, vollkommen „Data Driven“ zu werden, also alle internen Prozesse auf Big Data auszurichten. Entsprechend viele Vorträge beschäftigen sich mit „Industrie 4.0“ – die interne Vernetzung via Apps und IoT-Geräten können nicht nur Produktionsprozesse optimieren, sondern auch Dienstleistungsfirmen effizienter gestalten. So gab es zum Beispiel eine Live-Demo, wie Big Data zukünftige Meetings intelligenter und spannender gestalten kann.

Internet of Things

Ein wichtiges Thema haben wir bis jetzt nur angeschnitten: Das Internet of Things. Kaum ein Vortragender erwähnte es nicht zumindest mal am Rande. Bosch stellte seine IoT Plattform vor, welche der zunehmenden Fragmentierung des Marktes mit einem einheitlichen System entgegen wirken soll. Auch die Sicherheit von IoT Geräten war ein wichtiges Thema, denn deren fortwährende Integration in das alltägliche Leben der Menschen birgt natürlich auch Risiken: Sind solche Geräte schlecht gesichert, können Dritte Zugriff auf detaillierte Daten der Nutzer sowie auf kritische Funktionen wie zum Beispiel Kamera oder Mikrofon erhalten.
Ihr wahres Potential entwickeln IoT Geräte aber erst in Kombination mit Big Data Ansätzen. Diese ermöglichen erst, die von den IoT Geräten generierten Daten zu nutzen. Das daraus gewonnene Wissen kann dann widerrum eingesetzt werden, um die IoT Geräte auf den Benutzer abzustimmen und intelligenter zu machen.

Was steckt dahinter?

Zur Umsetzung dieser Konzepte gehört aber natürlich noch einiges dazu, dass vielleicht nicht direkt ersichtlich ist. Dies spiegelte sich auch in den anwesenden Ausstellern wider: Es gab viele Stände im Bereich Server Soft-und Hardware, die man zur Bewältigung solch großer Datenmengen benötigt. Auch der Einsatz von intelligenten Metadaten-Katalogen zur Klassifizierung und Organisation der Daten war ein Thema (Stichwort Big Data Management).
Außerdem ein wichtiger Gegenstand der Messe: Gute, graphische Repräsentationen der Daten. Denn oft gilt es auch nicht-Experten von dem eigenen Big Data Projekten zu überzeugen.

Fazit

Die Big Data World gab einen hervorragenden Einblick in die aktuellsten und kommenden Trends im Bereich „Big Data“. Nachdem die Messe erstmals in diesem Format stattfand, sind wir auf die kommenden Veranstaltungen der nächsten Jahre gespannt. Insgesamt war die Veranstaltung hervorragend organisiert und bot einige Gelegenheiten sich über die aktuellsten Entwicklungen zu informieren.

Falls Sie auch derzeit ein Projekt im Bereich „Big Data“ planen und dafür auf der Suche nach passender Beratung sind, dann melden Sie sich gerne unter info@german-mgmt.de und profitieren Sie von den aktuellsten Trends!

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Über den Autor

Nils Thoma

Nils Thoma ist seit Anfang 2016 als Werksstudent bei der German Management Consulting tätig. Seit Herbst 2015 studiert er Informatik an der Technischen Universität Darmstadt. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Data Science und Anwendungsentwicklung.