Wer braucht schon ein SAP BW, wenn er ein S/4-HANA haben kann?
Gilbert Hinz | 21. November 2017 | Technologie - SAP

Rund 20 Jahre gibt es jetzt schon SAP BW (1998 mit Release 1.2a). Eine Ewigkeit in der IT-Zeitrechnung. Und man sieht dem Data-Warehouse-System (SAP NetWeaver BW oder SAP Business Intelligence Warehouse) seine mit den Jahren gewachsene Komplexität, sinkende Benutzerfreundlichkeit und Geschwindigkeit schon ziemlich an. Es wird Zeit für einen Nachfolger (seit Oktober 2016), aber müssen jetzt alle alten Zöpfe abgeschnitten werden?

Viele machen sich die Diskussion einfach

„S/4 HANA ist flexibler als alles vorher“ und auch noch schnell – wer braucht da noch ein Data Warehouse? Vielleicht, um

  • mit verschiedensten Quell-Systemen zu kommunizieren,
  • eine Datenintegration zu schaffen,
  • Datenströme zu transformieren und zu filtern
  • Daten zu bereinigen und zu harmonisieren und
  • alles zu einer gemeinsamen, leicht zu erweiternden Architektur zu verschmelzen.

Also brauchen wir doch ein eigenes Data Warehouse aus den gleichen Gründen wie damals die Entwickler Inmon und Kimball. Damit kommen wir aber nicht aus, denn sobald wir festgestellt haben, dass ein Data Warehouse benötigt wird, brauchen wir mehr. Denn das Data-Warehouse muß gleichzeitig auch Eckpfeiler einer aktuellen Big Data Strategie sein und uns gleichzeitig erlauben, auf die üblichen Business-Anforderungen einzugehen und eine Verbindung zu den neuen Digitalen (IoT) und Sozialen Medien herzustellen.

Um all diese Forderungen zu erfüllen wurde ein neues, passendes Produkt entwickelt: die HANA-Appliances. Mit SAP BW/4 HANA – unter dem gleichen Konzept wie seine „Schwester“ ​​SAP S/4 HANA. Mit neuer Code-Linie, aufbauend auf der SAP HANA Plattform, um alle Bedürfnisse sowohl für Cloud als auch für den On-Premise-Einsatz zu erfüllen.

Aber wenn sich die Versionen so ähnlich sind – wofür steht SAP BW/4 HANA genau?

Wie vorher ist es eine Data Warehouse-Lösung, aber :

  • Schnell durch Optimierung für HANA und Code Push-down
  • Ausgestattet mit neuen DataSources & Engines (Join/SQL/Calculation)
  • Ermöglicht das logische Data – Warehouse (Verknüpfungen der Daten statt sie zu laden)
  • Vereinfachte Daten-Modellierung (Views statt Cubes & SQL script)
  • Erweiterte Multi-Temperatur-Daten-Management-Option (hot,warm & cold data)
  • Moderne Schnittstellen-Anbindung (UI5)
  • Angepasst auf die Bedürfnisse der Cloud-Architektur (AWS, Enterprise Cloud)
  • Reporting Tool (BW=Historisches Reporting/ S4=operational/Echtzeit-Reporting)
  • Kompatibel mit vorhandenen BW-Systemen (Schutz vorhandener Investitionskosten) inkl. Migrations-Tools von der alten zur neuen Appliance

Fazit

Ziel der Kunden sind immer Lösungen für die tägliche Analyse und Verarbeitung von Daten aus den verschiedensten Quellen, und zwar in Realtime – das war damals der Anspruch von R/3 und wird jetzt endlich Wirklichkeit. Die SAP bietet mit BW/4HANA und deren „Schwester“-Appliances eine zeitgemäße Data-Warehouse-Plattform.
Planen Sie auch den Einsatz von S/4 HANA und möchten von allen Neuerungen profitieren? Mit unseren Experten bieten wir Ihnen dabei Unterstützung an! Kontaktieren Sie uns ganz unverbindlich unter info@german-mgmt.de.

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Über den Autor

Gilbert Hinz

Gilbert Hinz ist seit 1997 sowohl bei Beratungsunternehmen als auch bei einem weltweit tätigen Unternehmen im SAP Umfeld tätig. Er ist seit 2016 als SAP Senior Consultant (BW/BCS) & Projektleiter bei German Management Consulting tätig. Sein breites Tätigkeitsfeld ist unter anderem die Analyse von Kundenanforderungen, die Konzeption und Umsetzung von SAP Implementierungen, als auch der Support im Produktionsbetrieb. Seine langjährige, fundierte Erfahrung hilft ihm dabei, die ihm übertragenen Aufgaben & Projekte erfolgreich abzuschließen.